Personalisierte Medizin

Patienten mit Depression und Angsterkrankung benötigen eine indivuduelle Therapie. Daher setzt HMNC auf die Entwicklung personalisierter Behandlungen

Die personalisierte Medizin gründet die Entscheidung über das am besten geeignete Medikament nicht nur auf Krankheitsdiagnose, Alter, Geschlecht, Allgemeinzustand und Laborergebnisse, sondern auch auf die individuellen genetischen, molekularen und zellulären Besonderheiten der Patienten.

 

Hierdurch werden die üblichen diagnostischen Grenzen aufgebrochen und Patientengruppen definiert, die trotz gleicher Diagnose auf das empfohlene Medikament besonders gut, weniger gut oder gar nicht ansprechen werden. In der Onkologie hat dies bereits zu erheblichen Therapieverbesserungen geführt.

 

HMNC hat in der personalisierten Depressionstherapie eine Führungsposition eingenommen:  

 

(1) Unser bereits auf dem Markt befindlicher ABCB1-Test erleichtert die Auswahl der für den individuellen Patienten am besten geeigneten Antidepressiva.

 

(2) HMNC entwickelt Medikamente mit spezifischer Wirkweise, auf die Patienten dann besonders gut ansprechen, wenn die depressionsverursachenden Veränderungen mit dem Wirkmechanismus des Antidepressivums korrespondieren. Um diese Übereinstimmung zwischen Patient und Medikament zu erkennen, benötigt man spezielle Biomarker, die HMNC zum Teil in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck Institut für Psychiatrie entwickeln konnte.

 

Wir konnten bereits zeigen, dass durch Biomarker präzis definierte Patienten auf ein spezifisch wirkendes Antidepressivum früher und besser ansprechen, höhere Remissionsraten und weniger Nebenwirkungen haben. Remission, also weitgehende Symptomfreiheit, ist die beste Voraussetzung für geringeres Rückfallrisiko.

 

Für die Zukunft bedeutet dies eine wesentliche Entlastung der Gesundheits- und Sozialsysteme, da Behandlungszeiten verkürzt, Rückfalle vermieden und das Risiko für andere Erkrankungen wie Herz-Kreislauf, Diabetes, Osteoporose und Demenz verringert werden.