Personalisierte Medizin

Patienten mit Depression und Angsterkrankung benötigen eine indivuduelle Therapie. Daher setzt HMNC auf die Entwicklung personalisierter Behandlungen

Die personalisierte Medizin bezieht die Ergebnisse der Molekular- und Systembiologie in die Charakterisierung des einzelnen Patienten ein. Hierdurch werden übliche, diagnostische Grenzen aufgebrochen und Patientengruppen definiert, die sich hinsichtlich des krankheitsverursachenden Mechanismus gleichen.

 

Der Begriff bezieht sich auf maßgeschneiderte Therapien, welche nicht nur die Erkrankung sondern auch die genetische Ausstattung des Patienten mitberücksichtigen. Der Einfluss der Gene auf die Wirkung von Medikamenten spielt hier eine wesentliche Rolle. Durch Gentests können wichtige klinische Entscheidungen getroffen werden: Die Entstehung der Erkrankung und der Verlauf werden in hohem Maße durch die Wechselwirkung genetischer Besonderheiten und äußeren Einflüssen bestimmt. All diese Faktoren werden im systembiologischen Ansatz bei der Entwicklung von Biomarkern berücksichtigt.

 

Durch den Ansatz der personalisierten Medizin werden individuelle Diagnosen und damit gezielte Anwendungen von spezifisch-wirkenden Psychopharmaka möglich. Hierdurch kommt es zu verbesserten Therapieergebnissen, da vor allem die Wirkung früher eintritt und unerwünschte Nebeneffekte reduziert werden. Für die Zukunft wird dies eine wesentliche Entlastung des Gesundheitssystems bedeuten, da Behandlungszeiten verkürzt und somit Kosten eingespart werden können.