Depression und Angsterkrankung

Psychische Störungen nehmen stetig zu. Depression und Angsterkrankungen zählen dabei zu den häufigsten Erkrankungen.

Jeder 10. Deutsche erkrankt zumindest einmal im Leben an einer schweren Depression, die behandelt werden sollte. Weltweit sind es nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über 120 Millionen Menschen. 

 

Die Krankheit erhöht das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Demenz. Depressionen sind die Hauptursache für Arbeitsunfähigkeit oder Frühverrentung. Die Depression ist eine potenziell tödliche Krankheit: Einschließlich der Dunkelziffer schätzt man, dass etwa 15.000 Menschen in Deutschland pro Jahr Suizid begehen. Ab dem Jahr 2030 wird die Depression laut einer Prognose der WHO die in den Industrienationen am häufigsten vorkommende und das Gesundheitssystem am meisten belastende Krankheit sein. 

 

Angsterkrankungen sind nach der Depression die in Deutschland zweithäufigste Ursache für psychische Störungen. Etwa 7 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Angsterkrankungen, Frauen dabei doppelt so häufig wie Männer. Ähnlich wie bei Depressionen wird als Ursache eine Fehlsteuerung des natürlichen Angst-Stress Mechanismus angenommen. Insbesondere Phobien oder allgemeine Angstzustände werden häufig beobachtet und können zu einer chronischen Erkrankung werden.

 

Das Versicherungsunternehmen Allianz hat gemeinsam mit dem Wirtschaftsforschungsinstitut RWI die Kosten berechnet, welche durch die Erkrankung Depression jedes Jahr in Deutschland verursacht werden. Danach liegen die direkten und indirekten (z.B. durch depressionsbedingte Fehlzeiten hervorgerufene) Kosten, welche die Krankheit jährlich verursacht, zwischen 15,5 und 21,9 Milliarden Euro – was bis zu 0,88 Prozent unserer Wirtschaftsleistung ausmacht.